• Facebook
  • Instagram

TRAILER

aktuell

Virtueller Kinostart

Aus bekannten Gründen kann der offizieller Kinostart von "LIVE" nicht live vor Publikum stattfinden.

In Zusammenarbeit mit "Kino on demand" wird uns jedoch der virtuelle Kinostart gelingen!

"LIVE" wird ab Donnerstag, dem 10. Dezember 2020, bei "Kino on demand" und allen gängigen Streamingportalen verfügbar sein.

Wir sehen uns im Kino, sobald es wieder möglich ist!

alle news zum Kinostart bei unserem Verleih

Pressestimmen

Zeit Online, Ines Schipperges,

10.12.2020:

"in ihrer feinfühligen und präzisen Beschreibung menschlichen Verhaltens während eines Lockdowns beweist Friederich als Drehbuchautorin, warum Filme dann am besten sind, wenn sie in der Fiktion der Wahrheit am nächsten kommen. Wenn die Filmemacherin die psychologische Komponente ihrer Inhalte allein mithilfe von Empathie ergreift und begreift."

Süddeutsche Zeitung, Susan Vahabzadeh, 15.12.2020:

""Live" liegt eine großartige Idee zugrunde, und das perfekte Timing ist ein Wert an sich: Lisa Charlotte Friederich hat auf jeden Fall Gespür dafür, das Unvorstellbare mit der Gegenwart zusammenzubringen."

Deutschlandfunk Kultur, Stefan Müller, 23.4.2020:

"...dass die Besetzung hervorragend ist und die Filmmusik ebenfalls, wird fast zur Nebensache. Nie war ein Science-Fiction-Entwurf näher an der Wirklichkeit."

HR "Hauptsache Kultur", Uli Zimpelmann

16.4.2020

 

Screenings

 Intreviews & Press

Music

Presskit

 

Cast

 

Crew

Drehbuch und Regie Lisa Charlotte Friederich

Kamera Ivàn Robles Mendoza, Tom Keller

Montage Florentine Bruck, Lisa Charlotte Friederich

Musik Rike Huy, Joosten Ellée

Ton Ana Monte, Daniel Deboy, DELTA Soundworks

Ausstattung Maria Anisimowa, Frank Schönwald

Kostüm Tanja Liebermann, Malina Epp

Maske Julia Cosic

Produktionsleitung Anna Pietocha, Aaron Stephan

eine |li|ke| Filme Produktion von

Rike Huy und Lisa Charlotte Friederich

 

Synopsis

Die Welt in naher Zukunft. Öffentliche Versammlungen sind aus Sicherheitsgründen verboten. Die Zahl der Terroranschläge hat so drastisch zugenommen, dass Begegnungen mit anderen Menschen und jede Form von kulturellem Leben nur noch im virtuellen Raum stattfinden. Keine Konzerte mehr, keine Schulen, keine Supermärkte, kein Theater, keine Kneipen.

Claire (Karoline Marie Reinke) betreut als Psychologin Überlebende von Terroranschlägen. Als sie eines Tages bei einem Patienten eine Eintrittskarte, einen analogen Fetzen Papier findet, bricht sie auf aus ihrem Leben in Isolation. Getrieben von dem Bedürfnis nach Gemeinschaft plant sie mit ihrem Bruder Aurel (Anton Spieker), einem Star-Trompeter, der seit Jahren nur vor virtuellem Publikum stand, ein geheimes Live-Konzert vor einem physisch anwesenden Publikum. Mit Hilfe der Hacker Ada (Sonja Dengler) und Maximus (Corbinian Deller) gelingt es ihnen allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Plan zu verwirklichen. Als kurz darauf die Mutter (Ulrike Knospe) des Geschwisterpaares auftaucht, bricht ein uralter Konflikt auf, der Claire vor eine unüberwindlichen Gegnerin stellt: sie selbst.

 

LIVE handelt von Musik.

LIVE erzählt vom Bedürfnis nach Gemeinschaft.

LIVE ist jeden Tag.

Making-Of LIVE

Sponsoring & Förderung

Premium-Sponsor

Das Filmprojekt LIVE wurde ausgezeichnet durch „kulturMut“ – der Crowdfunding-Initiative von Aventis Foundation und Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Supporter

Thomas Helfrich, Brassservice André Henze, Marian Jay, Boris del Bagno, Daniel Lommatzsch, Sonja Knobloch, Thomas Huy, Ekaterina Koslowsky, Josefine Lauer, Josef Schnaak, Daniela Shemer, Sebastian Brummer, Regine Knobloch, Claire Weiss, Lene Stampa, Fiona Weber, Manuel, Ellen Huy, Johann-Kasimir Reincke, Sascha Kölzow, Jens Augspurger, Daniel Edelhoff, Tanja Liebermann, Georg Bertram, Matthes Günther, Michael Nündel, Dr. Dagmar Reinke-Ziemssen, Kateryna Kasper, Anne Heinemann, Klaus Greis, Lora Maria Tilia Behnke, Swantje Behnke, Tillmann Benjamin Friederich, Michal Kardasinski, Sibylla Harbach, Alma Harbach, Lydia Harbach, Magdalena Harbach, Simon Friederich, Andrea Harbarch, Jürgen Kirner, Klaus Reiter-Vock, Jens-Torsten Quast, Cecilia Amann, Sabine Huy, Matthias Faulhaber, Vera Knobloch-Weber, Nina Eikens, Nicola Vock, Lucia Knopf, Heidi Bender, Jürgen Bender, Irmgard Manno-Kortz, Philipp Reinke, Benedikt Fait, Barbara Tarnow, Luise Huy, Norbert Riedl, Thomas Schwarz, Anselm Friederich, Severin Schwieger, Marina Karlheim, Helena Näher, Michael Hoppe, Juliane Färber, Klaus-Dieter Weber, Irina Leibenzon, Sabine Drescher-Dietrich, Thomas Doc Brandenburg, Christof Berns, Friederike Hecker, Prof. Dr. Hans-Peter Weber, Karina Haas, Valentin Garvie, Jana Kolsch, Olaf Scharpf, Volker und Silvia Schöneberg, Dirk Michael Boche, Dagmar Hinnenkamp, Prof. Greta Olson, Nina Harari, Aleksander Hadjiev, Deborah Hellmann, Götz Hoffmann, Barbara Chap, David Häuser, Kirsten Moritz, Jana Herold, Delphine Roche, Thomas Krebeck, Dominik Lorenz, Eggert Blum, Helgi Guntherson, Mara Cambiaghi, Bettina Siempelkamp, Johanna Moritz, Norbert Henkel, Hartmut Heinemann, Angela Heinemann, Helena Mohr, Julia Brundiers, Sarah Boeltzig, Johannes Berger, Meike Heinemann, Sarah Kempin, Kathrin Aebischer, Roland Wörner, Martin Gierden, Simon Greis, Sarah Wortmann, Sonja Risse, Alina Laucke, Jeremias König

about like

portrait_zusammen_SW4NEU.jpg

© UCM.ONE / David Stichling

Produktions-Statement

Niemand hatte vor, einen Film zu produzieren.

Wir hatten eine Geschichte, die wir erzählen wollten. Mit viel Musik und ein paar Freund*innen. Ausgelöst wurde alles durch ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, das Lisa gewonnen hatte. Ein bisschen Geld, das etwas möglich machte, das sonst nicht möglich gewesen wäre. Unser Leben als Musikerin und Schauspielerin hatte begonnen, sich zu verändern: Die Anschläge von Paris auf das Bataclan-Konzert und ein wegen Terrorwarnung abgesagtes Musikfestival in Nürnberg setzten ein grundsätzliches Fragezeichen hinter unseren Alltag. Würde es noch Konzerte und Theater geben? Kinos? Weihnachtsmärkte? Supermärkte?

Davon gingen wir aus.

Und es stellte sich schnell heraus, dass es ohne Produktion keine Geschichte geben würde. Also gründeten wir |li|ke| Filme (Lisa und Rike) und begannen mit der Finanzierung. Wir konnten zahlreiche Sponsoren, Unterstützer*innen und weitere Stipendien für das Projekt gewinnen. In der Postproduktion schließlich wurden wir von der MFG Baden-Württemberg unterstützt – da war aus dem kleinen Projekt mit ein paar Freund*innen schon ein fertig geschnittener Langfilm geworden. Neben dem Sachsponsoring und den Förderungen hat die Arbeit an LIVE von den Menschen gelebt, die uns auf dem Weg begegnet sind: den Schauspieler*innen und unserem Team hinter der Kamera und in der Postproduktion. Mit einem schlanken Budget und einer geringen Anzahl von Drehtagen einen Science-Fiction-Film mit viel Musik zu erzählen, erforderte von allen Beteiligten sowohl in der Produktion als auch in der Postproduktion immer wieder kreative Lösungen, schnelle Entscheidungen, Genauigkeit und Leidenschaft für die Sache. Wir freuen uns riesig und sind dankbar, dass wir diese Menschen gefunden haben, um mit ihnen gemeinsam LIVE zu produzieren. 

live preview letzte version.jpg

Director's Note

Mein erster Besuch in der Oper stand auf der Kippe, weil ich eigentlich krank war. Dem Himmel sei Dank durfte ich trotzdem mit. Ich war etwa drei Jahre alt und saß eingeklemmt zwischen meiner Mutter und meiner Großmutter. Es war wahnsinnig heiß und dunkel. Als die Königin der Nacht für ihre große Rachearie aus der Versenkung hochgefahren wurde, kam großzügig Bühnennebel zum Einsatz, und das Orchester brauste los, während ich das Gefühl hatte, die Sängerin mit meiner Hand greifen zu können. Ich fand es großartig.

Aus heutiger Sicht wirkt dieser Opernbesuch irrsinnig. Ich bin auch grundsätzlich absolut dagegen, dass man krank in Menschenansammlungen geht oder leichtsinnig Infektionsketten auslöst. Aber seit dem Auftreten des Corona-Virus erinnere ich mich immer wieder an intensive Konzert- oder Theatererlebnisse, von denen dieser erste Opernbesuch eines der eindrücklichsten ist. Damals, als wir noch keimbelastet aufeinander hingen, als ich mit dem Parfum der alten Dame neben mir auch ihre Viren einatmete und der Herr hinter mir mich freundlich behustete. Heute begleitet diese infektiösen Erinnerungen die bange Frage, ob es – irgendwann – wieder möglich sein wird, dicht nebeneinander im Dunkeln zu sitzen, zuzuhören, einer Geschichte zu folgen, zu tanzen und sich zu berühren.

Von diesem Grundbedürfnis des Menschen, sich zu versammeln, vom Bedürfnis, um das Lagerfeuer, vor der Leinwand, mitten in den Schallwellen zu sitzen, handelt LIVE.

Als ich angefangen habe, das Drehbuch von LIVE zu schreiben, war der Ausgangspunkt für die Geschichte zunächst der Geschwisterkonflikt: Kain und Abel. Die Frage danach, wie es dazu kommt, dass ein Mensch einen anderen umbringt. Um diesen Konflikt in eine eigene Welt zu setzen, habe ich nach einer größeren Entsprechung auf gesellschaftlicher Ebene gesucht, nach einer Übersetzung des individuellen Konflikts in einen spannungsgeladenen Zustand, in dem sich ein ganzes Land befindet.

Im Sommer 2016, als ich das Drehbuch geschrieben habe, gab es eine Reihe von extremistischen Anschlägen in Deutschland. Das Setting von LIVE, dem die Fragilität des menschlichen Zusammenlebens zugrunde liegt, ist nicht vor dem Hintergrund eines global grassierenden Virus, sondern vor dem Eindruck dieser Attentate entstanden. Die einzelnen Elemente einer Gesellschaft im Lockdown habe ich nicht erfunden, sondern es gab sie bereits – bei uns oder in anderen Teilen der Welt. Ich habe sie für das Drehbuch verdichtet und zusammengesetzt.

 

Krisenzeiten können menschliche Konflikte wie unter ein Brennglas stellen. Claire, die Hauptfigur von LIVE, erfährt auf ihrem Weg, den sie einschlägt, um das Richtige zu tun, eine ungeahnte Wendung. Sie kann nicht wissen, wohin ihr Handeln sie selbst führen wird.

In diesem Sinne fühle ich mich meiner Hauptfigur verwandt: Ich konnte nicht wissen, dass die Welt, die ich für LIVE erfunden habe, acht Wochen nach der Filmpremiere von der Realität eingeholt würde, dass es Kontaktbeschränkungen, geschlossene Schulen, Konzerte ohne Publikum, Sperrstunden und verlassene Kneipen geben würde.

Was auch immer du tust, du weißt einfach nicht, was noch kommt.

portrait_SW8NEU.jpg

Lisa Charlotte Friederich

© UCM.ONE / David Stichling